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Mannheimer Morgen

 

Quelle: Mannheimer Morgen / www.morgenweb.de

 

Landwirtschaft: Frühkartoffelernte in der Pfalz in vollem Gang / Bis zu 120 000 Tonnen Ertrag von über 4000 Hektar Fläche

Knollen – poliert wie Goldstücke

Von unserem Redaktionsmitglied Michaela Roßner

Lambsheim.

"Achtung!": Landwirt Hugo Seber schiebt den Riegel zurück. Plötzlich kullern 14 Tonnen Kartoffeln durch die Luke des Traktoranhängers. Ein Meer von "Musica" ergießt sich auf das Transportband der Firma Wüst in Lambsheim. Bis zu 40 Tonnen können hier in einer Stunde gereinigt, sortiert und verpackt werden. In knapp 24 Stunden sind die Erdäpfel dann vom pfälzischen Acker in die Auslagen des Einzelhandels verpflanzt worden. Im Moment ist Hochsaison für die Pfälzer Frühkartoffeln.

Gerald Wüst richtet einen kritischen Blick auf die ankommende Ware. Mit seinem Bruder Peter Wüst leitet er den 1977 vom Vater auf dem Mannheimer Großmarkt gegründeten Betrieb, der seit 1993 in Lambsheim seinen Sitz hat. Rund 100 Mitarbeiter verpacken hier jährlich rund 68 000 Tonnen Kartoffeln und Zwiebeln. In der Hauptsaison kommen noch rund 30 Zeitarbeiter hinzu.

Die festkochende "Musica" wird wegen des schönen, gelben Fruchtfleisches sehr geschätzt. Während Landwirt Seber, dessen Gespann vor dem Stopp an die Abladestation gewogen wurde, noch seine Ernte aufs Band kullern lässt, sind die ersten seiner Kartoffeln schon über ein Erdsieb in die Waschanlage im Inneren befördert worden.

 

Waschen und Bürsten

In einer großen Trommel bekommen die Knollen mit der zarten Haut ein sanftes Wasserbad. "Rund 2000 Kilo passen da hinein", erzählt Gerald Wüst. Schon bei der Anlieferung schätzen er und seine Mitarbeiter ein, wie die Maschinen individuell eingestellt werden müssen. "Wenn es viel geregnet hat und die Ware aus festem Boden kommt, hängt mehr Erde dran", nennt Wüst ein Beispiel.

Nach dem Bad nimmt eine langgezogene blaue Lampe jede Kartoffel ins Visier: "Der Scanner sucht nach grünen und braunen Flecken", erklärt Wüst. Findet das Gerät Exemplare, die solche Flecken zeigen, werden die Knollen sofort aussortiert. Weggeschmissen werden sie nicht, sondern zu Industrierohstoffen oder Tierfutter weiterentwickelt.

Nun wird es für die Erdäpfel kitzelig: Sie müssen durch Reihen langgezogener Bürsten rollen. Das ist die neueste Investition der Lambsheimer. Am Ende sind die Nachtschattengewächse so blank poliert, dass man fast vergisst, dass sie noch roh sind: zum Reinbeißen!

Nach der Sortierung in vier Größen und einer manuellen Kontrolle kommen die Grumbeere ins Netz. Auf Silolagerung verzichtet man zugunsten der kurzen Aufbewahrung in großen, luftigen Holzkisten. Und weil an der Laderampe schon die Transporter auf die Fahrt zum Lebensmittelmarkt warten, vergehen kaum 24 Stunden, bis die morgens geernteten Kartoffeln beim Kunden sind - eine "Just in Time"-Lieferung in den Kochtopf.

Biokartoffeln werden bei Wüst auch verpackt, in einer völlig abgetrennten Produktionshalle im Untergeschoss mit eigener Anlieferung. Knapp 60 Kilo Kartoffeln werden pro Kopf in Deutschland jährlich verzehrt - Tendenz weiter sinkend. Und während immer weniger Salz- oder Pellkartoffeln gegessen werden, steigt die Nachfrage nach Klößen und Pommes.

Gerald und Peter Wüst probieren täglich ihre Produkte gekocht - Pellkartoffeln mögen sie daher privat nicht mehr unbedingt auf dem Teller haben. "Aber Bratkartoffeln, die kann man mir immer servieren", sagt Gerald Wüst schmunzelnd.

Samstag, 26.07.2014

 

Frühkartoffeln in der Pfalz

  • Auf über 4000 Hektar werden Frühkartoffeln angebaut.
  • 110 000 bis 120 000 Tonnen werden geerntet (dazu 40 000 Tonnen Speise- und 50 000 Tonnen Veredelungskartoffeln pro Saison).
  • Ab 20. Juni, in der Hauptsaison, sind es bis zu 3500 Tonnen täglich.
 
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